Mauscheln bei Professuren: Korruption an Unis ist ein internationales Phänomen.

Von: Nadine Bös. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.2016

Erschlichene Stellen und erkaufte Titel: In mancherlei Hinsicht geht es an deutschen Hochschulen anscheinend korrupter zu als in der Ukraine. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer Umfrage, die das Institut Yougov zum aktuellen Semesterstart um neue Details ergänzt hat.(…) In Auftrag gegeben hat die Untersuchung der Headhunter Paul Milata, den die Daten interessieren, weil er die Ehrlichkeit und Korruptionsanfälligkeit seiner Kandidaten einschätzen möchte. Wer schon an der Uni mit viel Korruption in Berührung gekommen ist, der schreckt auch im späteren Berufsleben seltener vor irregulärem Verhalten zurück, ist Milata sich sicher. Immer auf der Suche nach möglichst integeren Kandidaten, verwendet er daher viel Energie darauf, sich die Ehrlichkeit der Unis und Fachhochschulen in verschiedenen Ländern anzusehen.

Bei der Vergabe von Lehrstühlen und Mitarbeiterstellen an Unis ist es noch schlimmer: In der Ukraine beobachteten 10 Prozent der Befragten dabei Mauscheleien, in Deutschland waren es satte 27 Prozent.

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